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1. Tiergestützte Therapien

 

Hunde eignen sich nicht nur hervorragend zum Streicheln und Knuddeln. Der Therapie-Hund ist ein Gegenüber, das sich nicht an Äußerlichkeiten stößt, nicht bewertet und auf freundliche Kontaktaufnahme ebenfalls freundlich reagiert. Jungen und Mädchen, die an chronisch-entzündlichen Erkrankungen leiden, haben es oft schwer. Sie müssen Enttäuschungen und persönliche Niederlagen im Alltag hinnehmen, wegen ihrer besonderen Einschränkungen – welcher Art auch immer. Im Umgang mit den Hunden können die jungen Patienten lernen, eigene Ängste und Grenzen einzugestehen und zu überwinden

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Zeichnung von Sarah

Abenteuer mit Suchhunden (Sarah, 7 Jahre)

 

Gerade Kinder mit rheumatischen Krankheitsbildern trauen sich viel weniger zu als sie wirklich können. Beim ersten Abenteuer-Event der Kinder-Rheumahilfe in Zusammenarbeit mit K-9 reddogs zeigte sich, daß die Kinder ohne zu zögern und mit viel Freude Schwierigkeiten bewältigen konnten, einfach weil der Fokus auf der Verantwortung für den Hund lag und nicht auf der Sorge um sich selbst. Auch die Trainer aus dem Hochseilgarten waren perplex: " So haben wir das noch nie erlebt! Eine tolle Erfahrung."

 

--->Tiergestützte Therapien

 

Ein vielversprechender Anfang: wir werden neue Abenteuertage anbieten!

 

 

2. Angebote für jugendliche Patienten

In Deutschland werden derzeit 20.000 Kinder und Jugendliche mit einer chronisch-rheumatischen Erkrankung betreut. Für mindestens 2000 von ihnen steht pro Jahr der Wechsel in die internistische Rheumatologie an. Den Jugendlichen kann vielfach nicht die Aufmerksamkeit und Unterstützung angeboten werden, die sie gerade in dieser Lebensphase benötigen. Weder hat die Gesundheitspolitk bislang brauchbare Strukturen für eine unkomplizierte, nahtlose Übergabe entwickeln können, noch verfügen die behandelnden Ärzte über alle notwendigen Kenntnisse für einen gelungenen Transfer.

In der Phase des Erwachsen-Werdens müssen sich Jugendliche mit vielfältigen Veränderungen auseinandersetzen. Die eigene Identität, Sexualität und Partnerschaft, Risikoverhalten (Alkohol/Drogen), Ablösung vom Elternhaus und die Anpassung an Peergroups spielen in im Alltag der Patienten eine entscheidende Rolle. Junge Rheumatiker aber müssen sich zusätzlich mit den individuellen Einschränkungen einer chronischen Erkrankung auseinandersetzen, die sie lieber ignorieren würden. Zusätzlich zu den schon normalerweise psychisch belastenden Umbrüchen in der Pubertät müssen diese jungen Menschen neben körperlichen Grenzen weitere Einschränkungen in Kauf nehmen: unbeliebte Arzt- und sonstige Termine, eingeschränkter Alkoholkonsum wegen der Dauer-Medikation, möglicherweise unerfüllbare Berufswünsche und vieles mehr. Und diese Umstände sollen die jungen Patienten nicht nur akzeptieren, sie sollen sich soweit mit ihrer Erkrankung identifizieren, dass sie bereit sind, aktiv die Verantwortung für ihre Versorgung zu übernehmen. Das ist sehr viel velangt!

Immer wieder fallen die Jugendlichen mit ihren besonderen, seltenen Erkrankungen zu diesem Zeitpunkt durch das Netz. Folge sind schwerwiegende gesundheitliche Probleme, wenn eine notwendige Behandlung unterbrochen wurde. Dagegen wollen wir etwas tun. Wir möchten daher auch die Zusammenarbeit mit den Erwachsenenrheumatologen fördern.

---> Jugendsprechstunde

---> Bodensee-Camp 2012

 

 

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